DAS KATZENNEST
Wohlbefinden für Ihr Tier
Aufregende Erlebnisse

Erlebnis 1:    Die Geschichte von Joy und Lucky (Happy)





                                                                                                                          

                                                                                                     

Cornelia D.

Einleitend möchte ich erwähnen, dass ich multiple Allergikerin bin (Pollen, Gräser, Lebensmittel, natürlich auch Hund und Katze) und deshalb Haustiere nie Thema waren - bis vor ca. 3 Jahren, als Joy, ein vom Muttertier verlassenes Streunerbaby von 2-3 Monaten (inkl. Katzenschnupfen)  in unser Leben platzte.

Ca. 1 Woche versorgten wir (ich nur mit Handschuhen) Joy auf der Terrasse, einmal nahm ich sie für gerade 2 Std. mit ins Haus, woraufhin ich am nächsten Morgen "erblühte" - Nesselausschlag über den ganzen Körper verteilt. Die nächste Problematik stellte sich beim Tierarzt, als es hieß, Joy müsse im Haus gehalten werden, da es draußen bereits zu kalt sei, es war im Herbst 2008.
Anfangs brachten wir Joy auch in einem Zimmer unter, ich verarztete und versorgte sie weiterhein nur mit Handschuhen und einem Arbeitsmantel, der natürlich nie in die Wohnräume gelangen durfte. Mich selbst versorgte ich täglich mit Allergietabletten sowie homöopathische Allergietropfen und eines Tages vergaß ich beides einzunehmen, mit dem Ergebnis, dass der Ausschlag zwar wieder auftrat, aber bei weitem nicht mehr in dem Ausmaß und von da an eigentlich immer weniger wurde.
Joy hatte, als wir sie fanden, ein Gewicht von ca. 650 Gramm, heute weist sie ein stolzes Gewicht von 5 kg auf.
                                                         

....Lucky....
....nichtsahnend saßen wir am Pfingstwochenende des heurigen Jahres auf der Terrasse und trauten unseren Ohren nicht, ein kleines Streunerkatzenbaby schrie und jammerte erbärmlich, natürlich wieder ausgestattet mit einem ordentlichen Katzenschnupfen, ..ich war mir vorerst mit meinem Mann eigentlich sehr einig, ...mit uns nicht mehr...
das Kätzchen war auch alsbald davon gelaufen und nicht mehr gesehen..
...bis zwei Wochen danach, als mitten auf der Straße das Häufchen Elend lag, furchterregend schrie und jammerte und sich kaum bewegte, wenn Autos vorbeifuhren, ...das wir das Tierchen aus der Gefahrenzone retteten, war klar, aber was nun?  Ein Tierheim in der Nähe, - nein - eine Tierklinik, die rund um die Uhr für Nofälle bereit steht - dies schien die einzig vernünftige Möglichkeit. Wir brachten das Häufchen Pelz und Knochen (ca. 500 Gramm schwer) in die Klinik, wo es natürlich zwecks Verabreichung von Infusionen (weil halb ausgetrocknet und halb verhungert und weiters Katzenschnupfen) verbleiben musste, - wir beschlossen den Racker, sollte er das Ganze überstehen, "Lucky" zu taufen (gleichzeitig haben wir auch wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt schon beschlossen, das Tierchen zu behalten).
In der Folge musste das Katerchen zwangsernährt werden, bis es selbständig zu fressen begann. Zuhause angekommen, mussten wir ihn von Joy trennen, da er noch nicht genügend fit schien. Es wurde ein Zimmer ausgeräumt, ein gemütliches Katzenlager inkl. Katzentoilette hergerichtet und gestaltete sich der Tagesablauf wie folgt:
Alle 2-3 Stunden füttern, 4x täglich Augentropfen verabreichen. Das war jedoch noch der geringste Aufwand. Der kleine Racker hielt es wie die Laufenten, Urinieren und Häufchen setzen an jedem Ort, in jeder Zimmerecke und zwischendurch mal in die Katzentoilette, die auch dafür brauchbar schien, - jedoch auch in seinem Lager, somit war auch das Tierchen auf und auf verkotet und duftete selbstredend....
Zu guter Letzt bekam Lucky Durchfall und beschreibt sich Vorstehendes etwas flüssiger und noch duftender...
Also eingepackt und wieder zur Tierklinik, es wurde gottseidank jedoch nur ein "Blähbauch" festgestellt und wahrscheinlich rührte das ganze Dilemma von seinen Fressgewohnheiten her (überhastiges Reinschlingen), vermutlich da er von seinem Vorleben nie wusste, ob und wann es wieder etwas zu Fressen geben würde.
Die Augenentzündungen bereiten uns bis heute Probleme, auch ein weiterer massiver Katzenschnupfen griff bereits die Nasenschleimhäute an und so verbrachte Lucky wieder mal einige Tage in der Klinik.
Zwischendurch war wieder mal Durchfall angesagt, naja, ich brauchte eigentlich nur mehr einen weiteren Meldezettel in der Tierklinik ausfüllen, da ich dort schon so gut wie zu Hause war.
Zur Zeit hält sich Lucky's Gesundheitszustand stabil und ich bin guter Dinge, dass der kleiner Racker wieder ganz gesund wird.
Eigentlich habe ich keine Katzen gesucht, aber sie haben eben mich (uns) gefunden...
Der letzte Stolperstein wird sein, dass ich meine beiden Katzen zusammenführen muss, bin ja gespannt, was uns da noch alles erwarten wird...
Ach ja, "Lucky" hat seinen Namen ja wohl redlich verdient, oder ? 
Zusatz: Beim letzten Tierarztbesuch hat sich herausgestellt, dass Lucky kein "Bub" sondern  
ein "Mäderl" ist und ab sofort "Happy" heisst.

25.07.2011             Cornelia und Dietmar



Anmerkung Katzennest:  Erlebnisse wie diese zeigen nicht nur, wie sich Tiere und Menschen finden, sie zeigen auch, wie ehrenhaft und großmütig es sein kann, ein streunendes, herrenloses Tier aufzunehmen und ihm Schutz, Fressen und einen behaglichen Platz zu bieten und dafür noch zusätzlich (Tierarzt) finanzielle Hilfe zu leisten. 

                                                          f.d.R.d.A.  Harald Pettenhofer